Politik : Kampf gegen Terror: "Fliegende Artillerie" über Afghanistan

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Fotostrecke: Bilder des US-Gegenschlags Die USA haben bei ihren bisher stärksten Luftangriffen im Afghanistan-Krieg am Montag auch ihre AC130 eingesetzt. Das Flugzeug zählt zu den schlagkräftigsten und besonders "vernichtenden" Waffensystemen des militärischen Luftarsenals der USA. Die langsam fliegende Maschine verfügt je nach Modell über 40- oder 105-Millimeter-Kanonen und 25-Millimeter-Geschütze; sie kann pro Minute bis zu 1800 Mal feuern. Das heißt, Ziele können mit einem "Teppich" von Geschossen belegt werden.

Militärexperten werten den erstmaligen Einsatz der "fliegenden Artillerie" in Afghanistan als Zeichen für den Beginn einer neuen Phase der Luftangriffe mit verstärktem Augenmerk auf Truppenkonzentrationen und andere nicht "voraus geplante Ziele". Die AC-130 sei das geeignete Waffensystem für diesen neuen Angriffsabschnitt, zitierte die "Washington Post" am Dienstag einen Pentagon-Beamten. Die Maschine feuere "sehr, sehr präzise".

Eingesetzt wurden die Flugzeuge vom Typ AC-130H sowie AC-130U bereits in früheren militärischen Konflikten. Die Erfahrung mit dem System reicht bis zum Vietnam-Krieg zurück: Damals zerstörten AC-130-Flugzeuge mindestens 10 000 Lastwagen und retteten nach Pentagon-Angaben durch Luftunterstützungseinsätze zahlreiche Menschenleben. AC-130-Einsätze gab es auch in Grenada (1983), Panama (1989), im Golfkrieg, Somalia und im Bosnien-Konflikt.

Die Flugzeuge verfügen in der Regel über eine fünfköpfige Besatzung. Sie sind mit hochmodernen Sensoren ausgestattet, die Einsätze auch bei Nacht und bei schlechtem Wetter ermöglichen. Dank der Sensoren kann "sicher" zwischen Freund und Feind am Boden unterschieden werden. Radar ermöglicht die Identifizierung von Zielen aus großer Entfernung.

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