Kampf gegen Terrormiliz "Islamischer Staat" : Bundeswehr beginnt Einsatz gegen den IS

Die Bundeswehr hat erstmals in den Kampf gegen die Terrormiliz IS eingegriffen. In der Nacht zu Mittwoch betankte ein Flugzeug der deutschen Luftwaffe Kampfjets der internationalen Koalition.

Mit einem solchen Tankflugzeug vom Typ Airbus A310 unterstützt die Bundeswehr den Kampf gegen den IS.
Mit einem solchen Tankflugzeug vom Typ Airbus A310 unterstützt die Bundeswehr den Kampf gegen den IS.Foto: dpa

Die Bundeswehr hat mit der Unterstützung der Luftangriffe gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) in Syrien begonnen. Ein Tankflugzeug der deutschen Luftwaffe betankte in der Nacht zu Mittwoch zweimal Kampfjets der internationalen Koalition gegen den IS in der Luft, wie ein Sprecher des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr der Deutschen Presse-Agentur sagte. Der Bundeswehr-Airbus vom Typ A310 sei insgesamt fünf Stunden in der Luft gewesen.

Der Bundestag hatte die deutsche Beteiligung an den Einsätzen gegen den IS als Konsequenz aus den Terroranschlägen von Paris beschlossen. Im Januar sollen auch sechs deutsche „Tornado“-Aufklärungsflugzeuge den IS ausspähen. Außerdem schützt ein deutsches Kriegsschiff den Flugzeugträger „Charles de Gaulle“, von dem französische Kampfjets starten.

Anti-IS-Mission: Bundeswehr mit bis zu 1200 Soldaten beteiligt

Es ist der dritte offensive Kampfeinsatz in der 60-jährigen Geschichte der Bundeswehr - nach der Beteiligung am Kosovo-Krieg 1999 und dem Nato-Kampfeinsatz in Afghanistan, der 2014 endete. Die Bundeswehr wird sich mit bis zu 1200 Soldaten an der Mission beteiligen.

Über die Nationalität der betankten Kampfjets gab das Einsatzführungskommando keine Auskunft. An den Angriffen gegen den IS in Syrien und im Irak nehmen neben französischen auch US-amerikanische, britische und arabische Flugzeuge teil.

Die Bundesregierung geht davon aus, dass der Einsatz durch mehrere UN-Resolutionen und durch die Charta der Vereinten Nationen gedeckt ist. Die Linke im Bundestag sieht das anders und behält sich eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht vor. (dpa)

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