Kampf um Chávez' Nachfolge : Präsidentenwahl in Venezuela hat begonnen

Nach dem Krebstod von Hugo Chávez haben in Venezuela die Präsidentschaftswahlen begonnen. Gegen den amtierenden Präsidenten Maduro geht vor allem Oppositionsführer Capriles ins Rennen.

Knapp sechs Wochen nach dem Krebstod von Präsident Hugo Chávez haben in Venezuela am Sonntag die Wahlen für ein neues Staatsoberhaupt begonnen. Bis 18.00 Uhr (Ortszeit; 00.30 MESZ) können die 19 Millionen Wahlberechtigten in dem südamerikanischen Land ihre Stimme abgeben. Gegen den amtierenden Präsidenten Nicolás Maduro, einen politischen Ziehsohn von Chávez, geht vor allem Oppositionsführer Henrique Capriles ins Rennen. Die anderen Kandidaten gelten als aussichtlos.

Maduro kündigte im Wahlkampf an, die nach dem lateinamerikanischen Unabhängigkeitshelden Simón Bolívar benannte „Bolivarische Revolution“ seines Vorgängers fortzusetzen, die vor allem darin bestand, die Öleinnahmen zugunsten der armen Bevölkerungsschicht zu nutzen. Capriles wirft Maduro Verstöße gegen das Wahlrecht vor, er war bei der Präsidentenwahl im Oktober an Chávez gescheitert. Am 5. März erlag Chávez einem Krebsleiden, wodurch Neuwahlen fällig wurden. Er hatte Venezuela 14 Jahre lang regiert. (AFP)

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