• Kampfhunde: Innenminister Schily fordert "denkbar schärfste Maßnahmen" - Bundestag für Verbot

Politik : Kampfhunde: Innenminister Schily fordert "denkbar schärfste Maßnahmen" - Bundestag für Verbot

Der Deutsche Bundestag tritt einhellig für ein Verbot von Kampfhunden, wirksame Kontrollen und spürbare Strafen ein. "Ich halte die denkbar schärfsten Maßnahmen für geboten", sagte Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) am Freitag in einer von der FDP beantragten Aktuellen Stunde. Redner aller Fraktionen stimmten überein, konsequent und ohne Rücksicht auf die Interessen von Haltern gegen Kampfhunde vorzugehen. Kritik wurde in der Debatte an der Haltung vieler Bundesländer laut, die erst nach der tödlichen Kampfhund-Attacke auf einen Sechsjährigen in Hamburg entsprechende Maßnahmen ergriffen hätten.

Es gehe nicht um Tierschutz, sondern in erster Linie um Menschenschutz, sagte Schily. Es müsse "kristallklar" sein: "Wir lassen nicht zu, dass das Leben und die Gesundheit von Menschen durch das Imponiergehabe, die Aggressionslust und die Verantwortungslosigkeit von bestimmten Hundehaltern in Gefahr gebracht werden." Der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Erwin Marschewski, stimmte dem SPD-Minister voll zu. Schily hob die Situation in Bayern hervor, wo schon 1992 eine scharfe Verordnung gegen Kampfhunde erlassen wurde.

0 Kommentare

Neuester Kommentar