Kana-Bombardement : Hisbollah und Hamas drohen mit Vergeltung

Nach dem israelischen Bombardement im libanesischen Kana mit dutzenden Toten hat die Hisbollah mit Vergeltung gedroht. Israel werde "die Konsequenzen seiner Massaker" tragen, teilte die radikalislamische Organisation mit.

Beirut/Gaza - Auch die radikalislamische palästinensische Hamas-Organisation drohte Israel nach dem Angriff auf die südlibanesische Ortschaft mit Gewalt. "Alle Optionen sind denkbar für den palästinensischen und den libanesischen Widerstand, um auf dieses terroristische Verbrechen zu antworten", sagte Hamas-Sprecher Munschir al Masri. Bei den israelischen Luftangriffen waren am Sonntagmorgen mindestens 51 Menschen ums Leben gekommen.

Libanons Parlamentspräsident Nabih Berri zog nach dem Bombardement einen Vorschlag zum Austausch der beiden von der Hisbollah entführten Soldaten zurück. "Nach dem Massaker an den Kindern von Kana haben sich die Bedingungen verändert", sagte Berri, der von der Hisbollah als Unterhändler beauftragt worden war, im Hisbollah-Fernsehsender Al Manar. Berri hatte den Austausch von in Israel festgehaltenen libanesischen Gefangenen gegen die entführten israelischen Soldaten angeboten. Mit der Entführung der beiden Soldaten hatte Israel am 12. Juli den Beginn seiner Offensive gegen den Libanon begründet. (tso/AFP)

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