• Kanadas Premier entlässt Rivalen Politische Krise nach dem Abgang des populären Finanzministers

Politik : Kanadas Premier entlässt Rivalen Politische Krise nach dem Abgang des populären Finanzministers

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Ottawa (dpa). Eine seit Wochen anhaltende Führungskrise der Liberalen in Kanada ist durch die Entlassung des populären Finanzministers Paul Martin weiter vertieft worden. Damit erreicht der innerparteiliche Machtkampf bei den seit neun Jahren regierenden Liberalen einen neuen Höhepunkt. Premierminister Jean Chrétien hatte Martin, seinen schärfsten Rivalen im Kampf um die Parteiführung, am Sonntag durch den stellvertretenden Ministerpräsidenten John Manley ersetzt.

Martin, der als treibende Kraft des kanadischen Wirtschaftsaufschwungs gilt, kündigte an, im Parlament und auch in der Partei weiterhin seine politischen Ziele zu verfolgen. Der 63-jährige hatte nach Angaben kanadischer Zeitungen hinter den Kulissen daran gearbeitet, seine Machtbasis für den im kommenden Jahr anstehenden Wahlparteitag der Liberalen zu stärken, um den 68-jährigen Chrétien ablösen zu können. Die Rivalität zwischen den beiden Politikern geht auf das Jahr 1990 zurück, als sich Chrétien im Machtkampf um die Führung der Liberalen gegen Martin durchsetzte.

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