Kanarische Inseln : Flüchtlingsboot bei Rettungsversuch gekentert

Vor den Kanaren ist ein Schiff mit 105 Menschen an Bord gekentert, mehr als 50 Personen sind verschollen. Die Behörden befürchten, dass die Vermissten ertrunken sind.

Santa Cruz Nach dem Kentern eines Flüchtlingsbootes vor den Kanarischen Inseln werden mehr als 50 Menschen vermisst. 48 der aus Afrika kommenden Insassen seien von der spanischen Küstenwache gerettet worden, teilten die Behörden auf Teneriffa mit. In dem Boot hätten sich bis zu 105 Menschen befunden. Es sei bei dem Versuch gekentert, die Insassen bei schwerer See an Bord eines Rettungskreuzers zu nehmen. Die Behörden befürchten, dass die Vermissten ertrunken sind.

Das Flüchtlingsboot war rund 170 Kilometer vor den Kanaren gesichtet worden. Zum Zeitpunkt des Unglücks herrschte schlechtes Wetter mit bis zu vier Meter hohen Wellen, wie es weiter hieß. Mehrere Schiffe und drei Flugzeuge beteiligen sich an einer Suchaktion. Jedes Jahr versuchen tausende Afrikaner, mit kleinen Booten illegal die Kanaren oder das spanische Festland zu erreichen. (mit dpa)

» Mehr Politik? Jetzt Tagesspiegel lesen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben