Kandidatenrennen : Clintons Wahlkampfchef rechnet mit Entscheidung im Juni

Wie lange hält Hillary Clinton im Duell um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten noch durch? Ihr Wahlkampfchef glaubt nicht, dass das Rennen mit Barack Obama noch bis zum Nominierungsparteitag andauert. Dass Clinton den Zweikampf verliert, will er aber auch nicht sagen.

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Hillary Clinton: Gehen für sie im Kandidatenrennen langsam die Lichter aus? -Foto: AFP

WashingtonHillary Clintons Wahlkampfchef Terry McAuliffe hat erstmals ein baldiges Ende des Rennens um die US-Präsidentschaftskandidatur der Demokraten angedeutet. Er denke nicht, dass die Entscheidung erst auf dem Nominierungsparteitag im August fallen werde, sagte McAuliffe dem Fernsehsender NBC. "Wir werden einen Kandidaten im Juni haben", fügte der Wahlkampfmanager hinzu. Die Superdelegierten würden sich nach Ende der Vorwahlen am 3. Juni schnell hinter einem der beiden Kontrahenten zusammenschließen.

Während bei den Republikanern der Kandidat John McCain bereits feststeht, liefert sich Clinton seit Monaten einen harten Kampf mit ihrem Rivalen Barack Obama. Clinton siegte zwar am Dienstag bei den Vorwahlen in Indiana, Obama entschied jedoch die Abstimmung in North Carolina für sich. Die New Yorker Senatorin kann anders als Obama allein durch die noch zu vergebenden einfachen Delegiertenstimmen nicht die notwendige absolute Mehrheit von 2025 Delegiertenstimmen erringen. Bis Anfang Juni finden noch sechs kleinere Vorwahlen statt.

"Superdelegierte" schlagen sich auf Obamas Seite

Nach ihrer schweren Vorwahl-Niederlage in North Carolina und dem hauchdünnen Sieg in Indiana wächst der Druck auf Hillary Clinton. Nach Medienberichten erhielt ihr Konkurrent Barack Obama seit den Abstimmungen in beiden Staaten am Dienstag mindestens fünf "Superdelegierte" hinzu, einer von ihnen hatte zuvor Clinton unterstützt. Obama wird damit nun von 257 "Superdelegierten" unterstützt und liegt damit knapp hinter Clinton, für die sich 267 dieser nicht an Wahlergebnisse gebundenen Delegierten ausgesprochen haben.

Knapp 300 weitere "Superdelegierte" haben sich noch nicht öffentlich geäußert, für wen sie beim Wahlparteitag der Demokraten Ende August stimmen wollen. Der "Washington Post" zufolge haben aber bereits mehrere angedeutet, dass sie sich auf Obamas Seite schlagen und dies demnächst auch bekanntgeben wollen.



McAuliffe kündigte bei einem Sieg Obamas die Unterstützung des Clinton-Lagers an. "Wir haben immer gesagt, dass wir am Ende zusammenhalten werden", sagte der Wahlkampfchef. Ebenso wie Hillary und Bill Clinton werde er bei einem Sieg Obamas den Senator für Illinois unterstützen. Umgekehrt erwarte er, dass Obama im Fall eines Sieges der früheren First Lady ebenso reagiere, sagte McAuliffe. (sf/AFP)

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