Kanzler-Umfrage : Kopf-an-Kopf-Rennen von Steinmeier und Beck

Wer wird der Kanzlerkandidat der SPD? In der neuesten Umfrage zeichnet sich weder für Parteichef Kurt Beck, noch für Außenminister Frank-Walter Steinmeier ein Vorsprung ab.

Berlin Die Wähler trauen SPD-Chef Kurt Beck und seinem Partei-Vize, Außenminister Frank-Walter Steinmeier, als Kanzlerkandidat fast gleichviel zu. Wie eine Emnid-Umfrage im Auftrag der "Bild am Sonntag" kurz nach der Rückzugsankündigung von Arbeitsminister und Vizekanzler Franz Müntefering (SPD) ergab, halten 37 Prozent den Außenminister und künftigen Vizekanzler Steinmeier für den besseren Kandidaten. Für Beck, der auch künftig der Bundesregierung nicht angehören will, votieren 35 Prozent. 28 Prozent wollten sich nicht festlegen.

In der eigenen Partei hat Beck dagegen einen Vorteil: 46 Prozent der SPD-Anhänger wollen ihn als Kanzlerkandidaten, 40 Prozent sind für Steinmeier. Im direkten Duell mit Angela Merkel schneiden Beck und Steinmeier, so die Emnid-Umfrage, identisch ab. Bei einer Direktwahl des Bundeskanzlers würden demnach 52 Prozent für Merkel stimmen. Jeweils 35 Prozent sprachen sich für einen der beiden SPD-Männer aus.

Wer tatsächlich als SPD-Spitzenkandidat in den nächsten Bundestagswahlkampf ziehen soll, soll frühestens in einem Jahr entschieden werden. "Ich werde Ende 2008, Anfang 2009 einen Kanzlerkandidaten vorschlagen", bekräftigte SPD-Chef Beck erneut. Die Meinungsforscher von Emnid haben 1002 Bundesbürger befragt. (mit dpa)

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