Politik : Kanzler will Bildung mit Gold finanzieren

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(dpa). Kanzler Gerhard Schröder (SPD) hat sich für den Verkauf von Teilen der BundesbankGoldreserven zur Finanzierung von Bildung und Forschung stark gemacht. Er plädierte für das vom zurückgetretenen Bundesbank-Präsidenten Ernst Welteke vorgeschlagene Stiftungsmodell. Dieses wird von Haushaltspolitikern aller Parteien strikt abgelehnt. Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) hatte sich zwar ebenfalls grundsätzlich für Goldverkäufe zur Bildungsfinanzierung ausgesprochen. Zur Einrichtung eines Fonds oder einer Stiftung hat er sich bisher nicht geäußert. In den Koalitionsfraktionen gibt es Stimmen, Erträge aus Goldverkäufen zum Schuldenabbau zu nutzen. Die Goldreserven (3500 Tonnen) sind eine stille Reserve im Wert von derzeit 28 Milliarden Euro. Um dieses Kapital zu mobilisieren, hat sich die Bundesbank per internationalem Abkommen die Option erworben, zwischen 2004 und 2009 insgesamt 600 Tonnen Gold zu verkaufen.

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