Kanzlerin im Interview : Merkel: "Wir müssen wachsam bleiben"

Der Terrorismus stellt in Deutschland weiterhin eine sehr reale Bedrohung dar, sagte Angela Merkel dem Tagesspiegel. Die beiden am Donnerstag festgenommen Terrorverdächtigen bleiben in Untersuchungshaft.

Terrorismus bleibt in Deutschland eine Gefahr, sagt Kanzlerin Merkel
Terrorismus bleibt in Deutschland eine Gefahr, sagt Kanzlerin MerkelFoto: dpa

Die Festnahme von zwei mutmaßlichen Terroristen in Berlin zeigt nach den Worten von  Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), „dass der Terrorismus weiterhin eine sehr reale Bedrohung darstellt“. Die Wachsamkeit in Deutschland dürfe nicht nachlassen, warnte Merkel in einem Interview  mit dem „Tagesspiegel am Sonntag“.

Festnahmen in Berlin
Mit dem Rammbock unterwegs: Am 8. September 2011 durchsuchten Polizisten die Ar-Rahman-Moschee.Alle Bilder anzeigen
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08.09.2011 19:28Mit dem Rammbock unterwegs: Am 8. September 2011 durchsuchten Polizisten die Ar-Rahman-Moschee.

Zugleich würdigte die Kanzlerin die Leistung der Sicherheitsbehörden: „Sie haben in guter nationaler und internationaler Zusammenarbeit eine mögliche Gefahr für die Bürger erkannt und dann konsequent gehandelt.“

Die beiden in Berlin festgenommenen Terrorverdächtigen müssen in Untersuchungshaft. Der Haftrichter gab dem Antrag der Staatsanwaltschaft am Freitag statt, wie Gerichtssprecher Robert Bäumel der Nachrichtenagentur dapd sagte. Der 24-jährige Deutsche libanesischer Herkunft und der 28-Jährige aus dem Gazastreifen stehen im Verdacht, einen Bombenanschlag vorbereitet zu haben. Sie waren am Donnerstag festgenommen worden. Beiden Männern wird die Vorbereitung einer schweren, staatsgefährdenden Gewalttat vorgeworfen.

Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe sieht aber auch nach Erlass der Haftbefehle gegen die beiden Berliner Terrorverdächtigen keinen Grund, die Ermittlungen zu übernehmen.

Ein Sprecher sagte am Samstag, bislang habe sein Haus die besondere Bedeutung des Falles nicht festgestellt. Nur dann würde seine Behörde ermitteln. Das Vorliegen einer sogenannten schwerwiegenden staatsgefährdenden Straftat allein reiche nicht aus. Die besondere Bedeutung festzustellen, obliegt der Bundesanwaltschaft. (Tsp)

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