Politik : Karlsruhe hatte Attentäter von Ankara im Visier

Hamburg - Der Urheber des Selbstmordattentats vor der US-Botschaft in Ankara war jahrelang im Visier deutscher Sicherheitsbehörden. Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe habe seit Frühjahr 2011 gegen den Selbstmordattentäter Ecevit S. wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung ermittelt, berichtete „Spiegel Online“ unter Berufung auf die Karlsruher Behörde. Demnach habe der Anfangsverdacht bestanden, dass sich S. in der Bundesrepublik als Mitglied an der linksextremistischen türkischen Gruppierung Revolutionäre Volksbefreiungspartei/-front (DHKP/C) engagiert habe. Er soll „auf Gebietsebene“ an der Beschaffung von Finanzmitteln für die Organisation mitgewirkt haben. Allerdings habe die Bundesanwaltschaft seit Oktober 2012 keine Erkenntnisse mehr über Aufenthaltsort und Aktivitäten von S. gewinnen können. Der Attentäter hatte sich am Freitag vor der US-Vertretung in die Luft gesprengt und einen Wachmann mit in den Tod gerissen. AFP

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