Politik : Karsai beklagt den Tod von Zivilisten

Kabul - Afghanistans Präsident Hamid Karsai hat das Vorgehen ausländischer Truppen am Hindukusch scharf kritisiert und eine Überprüfung der Militärstrategie gefordert. Die Jahre nach dem Sturz des Taliban-Regimes Ende 2001 hätten gezeigt, dass der Krieg gegen den Terrorismus in den Dörfern Afghanistans wenig effizient sei und bislang vor allem zivile Opfer gefordert habe, erklärte Karsai laut Mitteilung des Präsidentenpalastes.

In Nordafghanistan wurde am Montag erneut eine deutsche Patrouille mit einem versteckten Sprengsatz angegriffen. Wie das Einsatzführungskommando der Bundeswehr in Potsdam mitteilte, wurde kein Soldat verletzt. Der Angriff erfolgte demnach am Morgen neun Kilometer nordwestlich des Regionalen Wiederaufbauteams Kundus. Im Zentrum der ostafghanischen Stadt Dschalalabad sprengte sich unterdessen am Montag ein Selbstmordattentäter in die Luft. Offiziellen Angaben zufolge riss er einen anderen Menschen mit in den Tod, vier Personen wurden verletzt. Der Gouverneur der Provinz Nangarhar, vor dessen Amtssitz die Bombe explodierte, sei unversehrt geblieben. dpa/AFP/rtr

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