Politik : Kassenbeiträge auf Rekordniveau

Berlin - Fast hundert Krankenkassen haben im laufenden Jahr bereits die Beiträge erhöht. Nach einer am Dienstag veröffentlichten Studie des Internetportals „Krankenkassen.de“ handelt es sich um 95 Kassen mit zusammen mehr als 17,5 Millionen Versicherten. Als Gründe für die Beitragssteigerungen wurden demnach vor allem gestiegene Kosten im Gesundheitswesen genannt. Einige Kassen versprächen sich durch verbesserte Finanzen zudem eine gute Ausgangsposition für die Zeit nach dem Start des Gesundheitsfonds am 1. Januar 2009. Die größte Steigerung meldete der Studie zufolge die Continentale BKK. Ihre Mitglieder zahlen seit Mai 14,5 Prozent, 1,4 Punkte mehr als vorher. Die zweitgrößte Erhöhung gab es bei der Bahn BKK mit immerhin 600 000 Versicherten. Dort stieg der Beitrag zum 1. Januar um 1,3 Punkte auf 14,3 Prozent. Die Techniker- Krankenkasse, mit sechs Millionen Versicherten eine der größten deutschen Krankenkassen, erhöhte ihren Beitrag bereits zum Jahresbeginn um 0,3 Punkte auf 13,8 Prozent.

Bei den gesetzlichen Krankenkassen erreichte das Preisniveau nach einer Welle von Beitragssatzerhöhungen zum 1. Juli 2008 laut „Krankenkassen.de“ einen Rekordstand. Die günstigste offene Krankenkasse ist demnach derzeit die IKK-Sachsen mit einem Beitragssatz von 11,8 Prozent. Am teuersten ist die City-BKK mit 16,5 Prozent. Grundlage für die Analyse sind die Angaben von 205 gesetzlichen Krankenkassen. AFP

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