Politik : Kassenbeiträge: Ministerin Fischer erwartet keine Erhöhungen

Gesundheitsministerin Andrea Fischer (Grüne) erwartet in diesem Jahr mindestens eine schwarze Null und stabile Beitragssätze in der Gesetzlichen Krankenversicherung. Ihr Ministerium widersprach damit am Freitag in Berlin einem Bericht des "Handelsblattes", wonach Kassenversicherten spätestens im Herbst eine Welle von Beitragserhöhungen droht. Bei rund einem Drittel der Krankenkassen stünden dann Anhebungen um bis zu zwei Prozentpunkte ins Haus, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Experten.

Das Gesundheitsministerium wies dies zurück. "Wir erwarten in diesem Jahr ein stabiles Beitragssatzniveau. Die Finanzentwicklung in der Gesetzlichen Krankenversicherung ist positiv. Wir rechnen zum Jahresende mindestens mit einer schwarzen Null", erklärte ein Ministeriumssprecher. Auch der Berliner AOK-Chef Rolf Müller versicherte, die AOK Berlin werde ihren Beitragssatz von 14,9 Prozent nicht erhöhen.

Spekulationen über eine Welle von Beitragserhöhungen im Herbst hatte es bereits in den Vorwochen wiederholt gegeben. Auch die Krankenkassen sehen die Gesetzliche Krankenversicherung unter Kosten- und damit Beitragsdruck. Für sich selbst bestritten die meisten Kassen aber bisher Pläne für Beitragsanhebungen. Laut "Handelsblatt" schreibt die gesetzliche Krankenversicherung auf Bundesebene in der Tendenz zwar schwarze Zahlen. Einzelne Kassen hätten aber Defizite in Milliarden-Höhe aufgebaut. Vor allem in Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt kämpften die Kassen mit tiefroten Zahlen. Die AOK Berlin müsse ihren Beitrag von 14,9 auf über 17 Prozent erhöhen.

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