Politik : Katholische Flüchtlings-Beauftragte: "Maßnahmen fördern Illegalität"

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Vor den geplanten Abschiebungen von Kosovo-Flüchtlingen haben katholische Flüchtlings-Beauftragte gewarnt. Dadurch würden immer mehr Menschen in die Illegalität gedrängt, sagte die Migrationsbeauftragte des Erzbistums Berlin, Cornelia Bührle, am Dienstag in Berlin. "Je restriktiver der Flüchtlingsschutz, desto größer die Illegalität", so Bührle. Sie sprach sich auch gegen Überlegungen aus, das individuelle Asylrecht im Grundgesetz abzuschaffen.

Gleichzeitig stellte der Jesuiten-Flüchtlingsdienst Deutschland ein Arbeitspapier mit Vorschlägen zur Verringerung der Illegaität und der damit verbundenen Probleme vor, welches gemeinsam mit Vertetern von Kirchen, Parteien und Hilfsorganisationen erarbeitet wurde. Die durch einen fehlenden Aufenthaltsstatus hervorgerufenen Probleme ließen sich durch eine Anpassung der rechtlichen Bestimmungen und deren großzügigere Auslegung vermeiden, sagte Jesuitenpater Jörg Alt. Eine Legalisierung sogenannter Illegaler sieht das Papier nur in Härtefällen vor.

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