Kaukasus : Georgischer Oligarch will bei Wahl kandidieren

Der bei der georgischen Staatsführung in Ungnade gefallene Oligarch Badri Patarkazischwili will bei der Präsidentenwahl im Januar für die Opposition kandidieren.

Moskau/TiflisGeorgiens Staatschef Michail Saakaschwili hatte nach den jüngsten Massenprotesten in Tiflis den Ausnahmezustand unter anderem mit der Begründung verhängt, Oligarchen mit Beziehungen zu Russland hätten einen Staatsstreich in der Kaukasusrepublik geplant. Der in Russland zu Reichtum gekommene Patarkazischwili, der nach eigenen Angaben die georgische Opposition finanziell unterstützt, erhielt im Lager der Regierungsgegner spontan keine Unterstützung. Es sei nicht geplant, den als reichsten Geschäftsmann der Kaukasusrepublik geltende Patarkazischwili als Einheitskandidat der Opposition zu benennen, sagte einer der Vorsitzenden der Republikanischen Partei, Iwlian Chaindrawa, nach Angaben der Agentur Interfax. Saakaschwili hatte als Zugeständnis an die Opposition vorgezogene Präsidentenwahlen für den 5. Januar angekündigt.

Die Parlamentsvorsitzende Nino Burdschanadse kam am Samstag zu Gesprächen mit Vertretern der Opposition zusammen. Das Parlament hatte am Vortag ungeachtet der innenpolitischen Entspannung Saakaschwilis Dekret über den Ausnahmezustand bestätigt und damit die massiven Einschränkungen der Grundrechte im Land bis zum 22. November verlängert. (mit dpa)

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