Politik : Kaum Kontrollen auf Flughäfen

Rainer W. During

Berlin - Ausländische Privatflugzeuge, die Flughäfen in Deutschland ansteuern, werden kaum kontrolliert. „Private Flüge brauchen keine Einfluggenehmigung“, so die Sprecherin des Braunschweiger Luftfahrt-Bundesamtes, Cornelia Eichhorn.

„Unsere Fluglotsen wissen nach dem Rufzeichen noch nicht einmal, ob es sich um einen Passagier- oder Frachtflug handelt“, sagte Anja Tomic von der Deutschen Flugsicherung. Die Piloten müssen am Startflughafen einen Flugplan aufgeben, der lediglich das Kennzeichen und den Namen des verantwortlichen Piloten enthält.

Ist das Flugzeug – gleich welcher Herkunft – in einem der europäischen Länder des Schengener Abkommens gestartet, findet überhaupt keine Identitätsüberprüfung statt, bestätigte die Bundespolizei. Bei Flügen aus anderen Ländern müssen Passagiere und Besatzungsmitglieder nur dann durch die Pass- und Zollkontrolle, wenn sie den Flughafen verlassen wollen. Bei der Rückkehr zum Flugzeug gilt dann für alle Reisenden die obligatorische Sicherheitskontrolle.

Den Airport selbst interessiert ebenfalls nur die Begleichung der Landegebühren, so Eberhard Elie von den Berliner Flughäfen. Bei Gelegenheitskunden entscheidet der Verkehrsleiter vom Dienst, ob sofort kassiert oder dem Flugzeughalter eine Rechnung geschickt wird. Auf den Webseiten der Spotterszene – das sind Flugzeugfans, die Starts und Landungen an den Flughäfen beobachten und fotografisch dokumentieren – finden sich bisher keine Hinweise auf Landungen von CIA-Jets auf Berliner Flughäfen.

Am Frankfurter Rhein-Main-Flughafen hatten die zivilen Betreiber so gut wie nichts mit dem Verkehr der am Südrand gelegenen US-Airbase zu tun. Die Militäranlage, die zum Jahresende geschlossen wird – der Flugbetrieb wurde bereits im Oktober eingestellt – sei autonom gewesen, erklärte Flughafen-Sprecher Wolfgang Schwalm.

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