Politik : Kein Diktator-Mord

WASHINGTON.So gern die USA starrsinnige Diktatoren wie Saddam Hussein oder Slobodan Milosevic verschwinden sähen - US-Mordkommandos gegen ausländische Staatschefs sind nicht erlaubt, geschweige denn erfolgversprechend.Schon 1976 erließ der damalige Präsident Gerald Ford eine Direktive, die eine Beteiligung von US-Regierungsstellen an politischen Morden untersagt.Er reagierte auf Enthüllungen über Verschwörungen des Geheimdienstes CIA, der in den 60er Jahren versucht hatte, Kubas Staatschef Castro zu ermorden.Und jeder US-Präsident verlängerte die Direktive seither.

Einen geringen Spielraum haben die USA dennoch: Nach eigener Interpretation dürfen sie Umsturzversuche im Ausland ermutigen und unterstützen.Der Fall Irak zeigt jedoch, daß dies einfacher gesagt ist als getan.

Die Vermutung, der US-Geheimdienst hecke Attentatspläne aus, erhält dennoch immer wieder Nahrung, weil die USA gern auf die Bekämpfung einzelner Diktatoren abheben.Zu den simplen Schwarzweiß-Szenarien gehöre unweigerlich ein Bösewicht wie Milosevic, so der Präsident des Nixon-Center für Frieden und Freiheit, Simes.ell

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