Politik : Kein Lebenszeichen des US-Journalisten

Wegen fehlender Lebenszeichen wächst die Angst um den in Pakistan entführten US-Journalisten Daniel Pearl. Die Behörden seien besorgt, weil die Kidnapper sich nicht meldeten, sagte ein Beamter am Montag in der Hafenstadt Karachi. Die Polizei weitete die Suche auf Peschawar im Norden und Quetta im Westen aus. Pearl hatte beide Städte, die nahe an der afghanischen Grenze liegen, vor seinem Verschwinden vor fast zwei Wochen besucht. Bei einem durch einen Kopfschuss Getöteten, der in Karachi gefunden worden war, handelt es sich entgegen ersten Berichten nicht um den 38-Jährigen. Dies habe Pearls Frau bestätigt, teilte die Polizei mit.

Pearl, Korrespondent des "Wall Street Journal", arbeitete an einem Artikel über Terrorismus, als er in Karachi verschwand. Die "Nationale Bewegung für die Wiederherstellung der pakistanischen Souveränität" bekannte sich zu der Entführung und verschickte Fotos, die Pearl zeigen. Die Täter verlangten von den USA die Freilassung mutmaßlicher pakistanischer Terroristen, die in Afghanistan gefangen genommen worden waren.

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