Politik : „Kein Ort für Touristen“

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Zwei Tage nach dem Anschlag auf eine internationale Reisegruppe in Pakistan sind die meisten der 26 Touristen am Montag nach Deutschland abgereist. Zwei Reisende wollten am Dienstag den Rückweg antreten. Die Bundesregierung warnte erneut eindringlich vor nicht unbedingt notwendigen Reisen in das krisengeschüttelte Land. Bei dem Anschlag in der Nähe der Stadt Mansehra waren am Samstag zwölf Menschen leicht verletzt worden, unter ihnen sieben Deutsche. Die Gruppe war mit Granaten schwacher Sprengkraft angegriffen worden. Außenminister Joschka Fischer (Grüne) zeigte sich am Montag „erstaunt“, dass Touristen überhaupt in Pakistan unterwegs waren. „Wir warnen seit Monaten davor“, sagte Fischer. Pakistan sei „gegenwärtig kein Ort“, der für Touristen tauge.

Der Reisegruppe sei der Sicherheitshinweis des Auswärtigen Amts nicht bekannt gewesen, teilte die Bundesregierung mit. Der deutsche Reiseveranstalter hatte sich gegen den Vorwurf gewehrt, Hinweise missachtet zu haben. Das Auswärtige Amt rät bereits seit Wochen von Reisen nach Pakistan ab. Dort sind in den vergangenen Monaten bereits mehrere Anschläge auf Ausländer verübt worden. ce/dpa

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