Politik : Kein Platz für Zweifel

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Nach der Rede von USPräsident George W. Bush geriet der britische Premier Tony Blair in Erklärungsnot. In der Fragestunde des Unterhauses musste er am Mittwoch noch einmal zum Thema Irak Stellung nehmen – und die Begründung für den Krieg rechtfertigen, im Irak gebe es Massenvernichtungswaffen. Charles Kennedy, der Vorsitzende der Liberaldemokraten im Unterhaus, hatte von dem Premier wissen wollen, ob sich die „Rhetorik“ von Blair und US-Präsident Bush in der umstrittenen Frage der Waffen in jüngster Zeit verändert habe. So habe Bush in seiner Rede lediglich von „Aktivitäten“ gesprochen, die in Zusammenhang mit einem Programm für Massenvernichtungswaffen im Irak gestanden hätten. Blair ist jedoch weiterhin von der Existenz von Massenvernichtungswaffen im Irak überzeugt. Als Antwort auf die Frage Kennedys versicherte er, die Suche nach Massenvernichtungswaffen gehe weiter. Auch der im letzten Sommer tot aufgefundene Waffenexperte Kelly war nach einem bislang unveröffentlichten BBC-Interview offenbar von der Existenz von Massenvernichtungswaffen im Irak überzeugt. dpa

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