Politik : Keine Einigung bei Chroniker-Programmen

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Berlin (dpa). Die neuen Spezialprogramme für chronisch Kranke werden kaum noch vor der Bundestagswahl beginnen. Auch im Vorreiterbezirk Nordrhein gilt es als „unwahrscheinlich“, dass Ärzte und Kassen den entsprechenden Vertrag noch vor Sonntag unterzeichnen. Dies erklärte die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein. Das Bundesversicherungsamt habe bei einer Prüfung Nachbesserungen verlangt. Diese seien kaum noch in dieser Woche möglich.

Die neuen Behandlungsprogramme gelten als eine der wichtigsten Reformen von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD). Sie sollen die Versorgung etwa von Brustkrebspatientinnen und Diabetikern verbessern. Der Länderausschuss der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) hat jedoch beschlossen, bis zur Bundestagswahl keine Verträge mit den Krankenkassen über solche Programme abzuschließen. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und Ministerin Schmidt hatten den Arztfunktionären deshalb vorgeworfen, als Lobby der Opposition Wahlkampf auf Kosten von Kranken zu betreiben.

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