Politik : Keine weiteren Atomtests in Nordkorea?

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Peking/Seoul - Nordkorea will offenbar keinen weiteren Atomwaffentest vornehmen. Das meldete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap am Freitag unter Berufung auf diplomatische Kreise in Peking. Einem Zeitungsbericht zufolge äußerte der nordkoreanischen Staatschef Kim Jong Il Bedauern über den ersten Atomwaffentest. China sprach nach einem Gespräch des chinesischen Sondergesandten Tang Jiaxuan mit Kim von einigen positiven Ergebnissen.

Die südkoreanische Zeitung „Chosun Ilbo“ berichtete unter Berufung auf diplomatische Quellen, Kim habe angekündigt, „wenn die USA bis zu einem gewissen Grad Zugeständnisse machen, werden wir das auch tun, entweder auf bilateraler Ebene oder im Rahmen der Sechs-Nationen-Gespräche“. Der chinesische Sondergesandte Tang war am Donnerstag mit dem nordkoreanischen Staatschef zusammengetroffen und hatte die baldige Wiederaufnahme der SechsNationen-Gespräche erörtert.

Die Unterredung habe „das gegenseitige Verständnis“ gesteigert, sagte der chinesische Außenminister Li Zhaoxing am Freitag in Peking. Tang selbst sagte, sein Besuch sei „zum Glück nicht umsonst“ gewesen. US-Außenministerin Condoleezza Rice dämpfte jedoch Hoffnungen auf eine baldige Lösung des Konflikts. Das Treffen zwischen Kim und Tang habe nichts Überraschendes ergeben. Sie hatte zuvor Nordkorea zur bedingungslosen Wiederaufnahme der Sechser-Gespräche aufgefordert.

Ihrem chinesischen Kollegen Li machte Rice deutlich, wie wichtig die Umsetzung der Resolution 1718 sei, damit Nordkorea kein Material für sein Atomwaffenprogramm geliefert bekomme. China habe ihr versichert, seine Grenze zu Nordkorea entsprechend der UN-Resolution gewissenhaft zu kontrollieren. China war die wohl schwierigste Station auf Rices Asien-Reise. Die Regierung in Peking befürchtet im Falle einer rigiden Embargo-Umsetzung gegen Nordkorea die Eskalation des Atomkonflikts. China ist der engste Verbündete Nordkoreas und gilt als das Land mit dem größten Einfluss auf die kommunistische Regierung in Pjöngjang. AFP

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