Kinderbetreuung : Von der Leyen: Kindergeld für Krippenplätze verwenden

Nach Kritik aus der Großen Koalition hat Familienministerin von der Leyen ihr Finanzierungskonzept für den Ausbau der Kinderbetreuung konkretisiert. Ein Teil der Betreuung soll mit eingespartem Kindergeld bezahlt werden.

Hamburg - Das Kindergeld, das der Finanzminister nicht ausgeben müsse, weil in den vergangenen Jahren weniger Kinder geboren wurden, müsse in den Ausbau der Betreuung gesteckt werden und nicht in Autobahnen, schrieb von der Leyen in einem Gastbeitrag für "Bild am Sonntag". "Das bringt bis 2013 immerhin mehr als drei Milliarden Euro."

Insgesamt sollten Bund, Länder und Gemeinden jeweils ein Drittel der zwölf Milliarden Euro notwendiger Kosten übernehmen. Die CDU-Politikerin schrieb weiter: "Ich will, dass der Bund ein Drittel der Ausbaukosten für die Kinderbetreuung trägt. Das sind vier Milliarden Euro bis 2013, kein Pappenstil. Aber auch nicht zuviel verlangt. Denn Länder und Gemeinden müssen bis dahin ebenfalls je vier Milliarden aufbringen, weil der Ausbau zwölf Milliarden kostet."

Die vierte Milliarde an Kosten für den Bund solle weitgehend durch Einsparungen bei Hartz IV aufgebracht werden. Sie wolle den allein erziehenden Müttern, die gern arbeiten wollen, diese Chance geben, indem sie eine gute Kinderbetreuung bekämen. "Wenn nur ein Drittel von ihnen eigenes Geld verdient, statt Hartz IV zu bekommen, spart der Staat 900 Millionen, die er in gute Kinderbetreuung stecken kann", schrieb sie weiter. (tso/AFP)

0 Kommentare

Neuester Kommentar