Kindertagesstätten : Tausende Erzieher beteiligen sich am Streik

An Tag drei der Kita-Streiks bleiben erneut zahlreiche Kindertagesstätten in Deutschland geschlossen. Jetzt sind auch noch mehr Bundesländer von den Protesten betroffen.

BerlinDer Streik der Kitas wurde am Dienstag unter anderem auf Rheinland-Pfalz ausgeweitet. Dort rechnet die Gewerkschaft ver.di damit, dass sich zwischen 2000 und 3000 Erzieher aus mehr als 100 Kindertagesstätten beteiligen. In Bayern sollten am Dienstag Einrichtungen der Jugendhilfe und des allgemeinen Sozialdienstes in den Arbeitskampf einbezogen werden.

Auch in Hessen, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und im Saarland blieben Kitas in öffentlicher Trägerschaft erneut geschlossen. Zu einer Demonstration in Frankfurt am Main werden mindestens 2000 Teilnehmer erwartet. Am Montag legten nach Gewerkschaftsangaben mehr als 15.000 Beschäftigte die Arbeit nieder.

Gesundheitsschutz gefordert

Ver.di und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) wollen mit den Arbeitsniederlegungen einen tarifvertraglich geregelten Gesundheitsschutz für die in den Kommunen angestellten Erzieherinnen und Sozialarbeiter durchsetzen.

Nach Gewerkschaftsangaben können sich nur 26 Prozent der Erzieher und 58 Prozent der Sozialarbeiter vorstellen, bei den gegenwärtigen Arbeitsbedingungen das Rentenalter gesund zu erreichen. Insgesamt besuchen dem Statistischen Bundesamt zufolge rund 2,25 Millionen Kinder Tageseinrichtungen. Bundesweit gibt es knapp 50.000 Kitas, davon 17.000 in kommunaler Trägerschaft. (sba/dpa)

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