Kita-Tarifstreit : Keine Einigung bei Verhandlungen in Sicht

Die Tarifverhandlungen für die Beschäftigen in Kindergärten und Sozialeinrichtungen sind erneut vertagt worden. Für kommenden Donnerstag wurde ein neuer Termin verabredet

Die Tarifverhandlungen für die rund 220.000 Beschäftigten in kommunalen Kindergärten und Sozialeinrichtungen sind erneut vertagt worden. Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) und die Gewerkschaften ver.di und Erziehung und Wissenschaft (GEW) konnten sich auch in der siebten Verhandlungsrunde in Frankfurt nicht auf einen Abschluss einigen. Die Vorstellungen liegen nach Angaben beider Seiten noch weit auseinander. Ein neuer Termin wurde für kommenden Donnerstag wieder in Frankfurt verabredet.

VKA-Präsident Thomas Böhle bezeichnete die Gespräche als "intensiv und schwierig", sieht aber "die Chance auf Annäherung in der nächsten Runde". Laut Verdi waren die Gespräche in der siebten Runde konzentriert und konstruktiv.

Die Gewerkschaften verlangen deutliche Einkommensverbesserungen und verbindliche Regelungen zum Gesundheitsschutz. Die VKA bietet Einkommenserhöhungen von durchschnittlich 11,6 Prozent, ver.di nennt das unzureichend. Die Gewerkschaften verlangen eine höhere Eingruppierung der Erzieher. Zur Verbesserung des Gesundheitsschutzes verlangen sie verbindliche, einklagbare Regelungen etwa zum Lärmschutz. Die VKA stimmt zwar paritätisch besetzten Kommissionen für mehr Gesundheitsschutz zu, die Kommunen als Arbeitgeber müssten aber das letzte Wort haben.

Seit Mai waren die Verhandlungen bundesweit von Streiks begleitet, die zuletzt wegen der Sommerferien deutlich zurückgefahren wurden. Begleitend zu den Verhandlungen legten auch am Freitag in der Region Stuttgart rund 1800 Erzieherinnen und Sozialarbeiter in rund 180 Einrichtungen ihre Arbeit nieder. Sollte es nicht zu einer Einigung in der Ferienzeit kommen, will Verdi die Aktionen wieder ausweiten.

Quelle: ZEIT ONLINE, dpa, ds

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