Politik : Klage gegen Airlines wegen 11. September Ansprüche der Pächter des World Trade Center

New York - Elf Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September stehen den damals betroffenen Fluggesellschaften jetzt Milliardenklagen der Eigentümer des damals zerstörten New Yorker World Trade Center ins Haus. Ein Richter ließ die Klagen zu und wies die Einsprüche von American Airlines und United Continental zurück, wie das Gericht am Mittwoch mitteilte. Es geht um gut 2,8 Milliarden Dollar (2,25 Milliarden Euro).

Die World Trade Center Properties LLC wirft American und United (inzwischen mit Continental fusioniert) vor, durch Fahrlässigkeit die Anschläge mit fast 3000 Toten und dem Milliardenschaden ermöglicht zu haben. Sie hätten durch mangelhafte Sicherheitskontrollen die 19 Islamisten an Bord gelassen. Die Klage wurde schon vor vier Jahren eingereicht und beschäftigt seitdem Dutzende Juristen.

Ursprünglich hatten die Verwalter die Fluggesellschaften sogar auf 8,4 Milliarden Dollar verklagen wollen. Der Richter reduzierte die Summe jedoch auf ein Drittel. Das ist die Summe, die die Hafenverwaltung von New York und New Jersey als Eigentümerin des Gebäudes und die Immobilienfirma nur Wochen vor den Anschlägen als Preis für 99 Jahre Pacht vereinbart hatten.

Allerdings schloss sich Richter Alvin Hellerstein nicht der Argumentation der Fluggesellschaften an, dass die Eigentümer der Gebäude ja schon von den Versicherungen entschädigt worden seien und folglich kein Anspruch mehr bestehen könne. Die Betreiber des zerstörten Gebäudekomplexes hatten von mehreren, auch deutschen, Versicherungen bereits eine Entschädigung von knapp 4,1 Milliarden Dollar erhalten.

Am 11. September 2001 hatten Islamisten vier Flugzeuge entführt, zwei von ihnen in die Türme des World Trade Center gesteuert und diese dadurch zum Einsturz gebracht. Fast 3000 Menschen starben bei den Anschlägen. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar