Politik : Klima-Abkommen: Schröder schaltet sich in den Streit ein

Wenige Tage vor der Welt-Klimaschutzkonferenz in Bonn hat sich Bundeskanzler Schröder in die Bemühungen zur Rettung des Klimaprotokolls von Kyoto eingeschaltet. In einem Telefonat mit Japans Regierungschef Koizumi bat er seinen Kollegen eindringlich darum, an einem Kompromiss mitzuarbeiten. Japan spielt eine Schlüsselrolle. Koizumi hatte erwogen, das Kyoto-Protokoll abzuschwächen, um die USA doch noch zur Unterzeichnung zu bringen.

Zum Thema Rückblick: Der gescheiterte Klimagipfel in Den Haag Koizumi hat nach Angaben eines Regierungssprechers erklärt, die internen Beratungen seien in Japan noch nicht abgeschlossen. Japans Regierungschef habe jedoch zugesagt, dass er den Bundeskanzler rechtzeitig vor dem am 20. Juli beginnenden G-8-Gipfel der wichtigsten Industrieländer und Russland in Genua über die japanische Haltung informieren werde.

Der Klima-Gipfel beginnt nach mehreren Terminverschiebungen nun am 19. Juli und soll bis zum Sonntag, 22. Juli, dauern. Damit endet der offizielle Teil der Konferenz zeitgleich mit dem G-8-Gipfel in Genua. Um die jüngste Verschiebung hatten die Entwicklungsländer gebeten, ohne dafür Gründe zu nennen. Sollte es bis zum Samstag, 21. Juli, in Bonn zu keiner Einigung kommen, könnten die Regierungschefs in Genua um einen letzten Vermittlungsversuch gebeten werden, vermuten Vertreter von Umweltverbänden.

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