Klimakatastrophe : Im Norden Regenfälle, im Süden Waldbrände

Nach den verheerenden Überschwemmungen in Iowa und Illinois haben Brandherde weite Flächen Nord-Kaliforniens zerstört. Während 600 Feuerwehrleute die größten Areale unter Kontrolle bringen konnten, sind nördlich von St. Louis ein Dutzend Dämme gebrochen.

WashingtonNach den verheerenden Überschwemmungen in weiten Landstrichen der US-Bundesstaaten Iowa und Illinois scheinen die Fluten des Mississippi zumindest die Großstadt St. Louis zu verschonen. Am Samstag äußerten sich Experten optimistisch, dass die bis zuletzt verstärkten Dämme der Stadt im Bundesstaat Missouri halten werden. Erst am Freitag waren nördlich der Stadt rund ein Dutzend Dämme gebrochen.

Der Schaden ist dabei noch nicht genau zu beziffern. Das Landwirtschaftsministerium in Washington rechnet allein in Iowa mit Einbußen in Höhe von drei Milliarden Dollar (1,9 Milliarden Euro). Das Hochwasser des Mississippi hält CNN zufolge mehr als 100 Frachtkähne beladen mit Korn, Sojabohnen, Zement oder Altmetall am Oberlauf des Flusses von der Weiterfahrt ab. Insgesamt mussten 13 Schleusen zwischen Illinois City und Winfield nordöstlich von St. Louis geschlossen werden.

Derweil haben Waldbrände im Norden Kaliforniens Tausende von Menschen in die Flucht getrieben. Vor den Feuern, die sich im Landkreis Santa Cruz rasch ausbreiten, wurden etwa 2000 Menschen vorsorglich in Sicherheit gebracht, berichtete CNN am Samstag. Zeitweise standen dem Bericht zufolge mehrere hundert Hektar Wald in Flammen. Rund 600 Feuerwehrleuten gelang es, die Brände bis zum Freitagabend einzudämmen. (fg/dpa/AFP)

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