Politik : Klimaschutz: Gipfelgegner und Geschenke

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Umweltschützer, Globalisierungsgegner und Anti-Europäer - über 80 verschiedene Gruppen und Grüppchen kamen zum EU-Gipfel nach Göteborg, um zu demonstrieren. Auf die unterschiedlichste Art und Weise machten sie am Donnerstag auf sich und ihren Protest gegen die amerikanische Klimapolitik aufmerksam: Globalisungsgegner von der Organisation "Attac" hatten einen überlebensgroßen Bush-Kopf angefertigt, dessen Mund sich zu Zitaten des Präsidenten bewegen ließ, und gegenüber von Bushs Hotel entblößten junge Schweden ihr Gesäß. Doch bei allem Streit um den Klimaschutz - zum Protokoll der schwedischen EU-Ratspräsidentschaft gehörte natürlich ein Geschenk für den Gast aus Washington. Im Zeichen skandinavischer Transparenz lieferten die Schweden den Preis des Präsents - es handelte sich um einen gläsernen Kerzenleuchter - gleich mit: 994 Kronen, umgerechnet 211 Mark. Die Gesamtkosten des Gipfels, der die schwedische Ratspräsidentschaft beschließen wird, beziffert die Zeitung "Göteborgs-Posten" auf umgerechnet 32 Millionen Mark. Selbst an die Unterbringung der Gipfelgegner haben die Schweden gedacht: In 20 Schulen sind Schlafplätze für insgesamt rund 9000 Demonstranten eingerichtet worden.

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