Klimaschutz : Merkel will einheitlichen Luftraum für Europa

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Grundgesetzreform für einen einheitlichen europäischen Luftraum bis September in Aussicht gestellt. Verkürzte Flugrouten sowie kürzere Wartezeiten in der Luft sollen den Ausstoß von Kohlendioxid eindämmen.

BerlinDie Bundesregierung werde alles daran setzen, die dafür in Deutschland nötige Grundgesetzänderung in dieser Legislaturperiode noch hinzubekommen, sagte Merkel bei einer Feier zum 30-jährigen Bestehen der zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft Air Berlin am Dienstagabend.

"Wer es mit dem Klimaschutz ernst meint, der muss erstmal die Flugrouten so bestimmen, dass sie möglichst zügig und geradlinig sind und sich nicht nach irgendwelchen Zuständigkeiten richten.“ In einem einheitlichen Luftraum (Single European Sky) können Flugrouten verkürzt, Wartezeiten in der Luft verringert und somit der Ausstoß von Kohlendioxid reduziert werden. Fluggesellschaften versprechen sich davon hohe Einsparungen.

Die Reform ist Voraussetzung für eine gemeinsame Überwachung des Luftraums. In Deutschland ist dies bislang die Aufgabe des Bundes. Es sei notwendig, dass sich Europa nicht nur am Boden, sondern auch in der Luft vernünftig verhalte, sagte Merkel. Die Kanzlerin betonte, dass es bei einer Einbeziehung des Luftverkehrs in den Emissionshandel keine Wettbewerbsnachteile geben dürfe. "Wenn Emissionshandel, dann für alle Fluggesellschaften und nicht nur für die Innereuropäischen." (aku/dpa/Reuters)

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