Politik : Klon-Verbot gefordert: Konservative wollen Regelung in EU-Grundrechtscharta aufnehmen

Der deutsche EU-Abgeordnete Peter Liese (CDU) hat von der Bundesregierung eine klare Stellungnahme gegen den britischen Vorstoß zum Klonen von Embryonen für therapeutische Zwecke gefordert. Die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten müssten deutlich machen, dass das Klonen von embryonalen Zellen zu medizinischen Zwecken oder zur künstlichen Befruchtung nicht erwünscht ist, sagte Liese am Mittwoch in Berlin.

"Ich weiß nicht, ob wir den britischen Premier Tony Blair damit stoppen können", meinte der Parlamentarier, der seit einem Jahr Vorsitzender der Bioethik-Arbeitsgruppe der konservativen Fraktion des Europaparlaments ist. Das Europaparlament habe sich mehrmals eindeutig gegen das Klonen ausgesprochen, zuletzt am 30. März. Diese Resolution sei von der sozialdemokratischen Fraktion nicht mehr mitgetragen worden.

Die Befürworter des Klonens argumentieren, dass mit der Zucht embryonaler Zellen dereinst Krankheiten geheilt (therapeutisches Klonen) und der Erfolg der künstlichen Befruchtung verbessert werden könnte (reproduktives Klonen). Liese sagte, er und die konservative Fraktion setzten Hoffnungen auf die derzeit in der Diskussion befindliche EU-Grundrechtscharta. In ihr sollte ein eindeutiges Verbot des therapeutischen wie des "reproduktiven" Klonens aufgenommen werden.

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