Koalitionen : Röttgen wirbt für Schwarz-Grün

Der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Norbert Röttgen, warnt vor einer Festlegung auf die FDP als künftigen Koalitionspartner. Stattdessen sollten sich CDU und Grüne annähern.

Hamburg - Der CDU-Politiker bezeichnete in der Wochenzeitung "Die Zeit" eine Koalition mit der FDP zwar als "günstigen Fall". Die Union müsse sich aber "vor der Falle strategischer Verengungen hüten". Der Fraktionsgeschäftsführer ließ zugleich Zweifel am außenpolitischem Kurs der FDP erkennen. Die Liberalen hätten den Bundeswehr-Einsatz im Libanon nicht nur abgelehnt, sondern auch "mit parlamentarischen Mitteln parteipolitisch zu skandalisieren versucht". Dagegen hätten sich die Grünen verantwortungsvoll für den Einsatz ausgesprochen.

Auch auf anderen Politikfeldern gebe es zunehmend Gemeinsamkeiten zwischen den Wählerschichten von CDU und Grünen, betonte Röttgen. Er fügte hinzu: "Es ist nicht zu erwarten, dass das, was in der Gesellschaft zusammenkommt, politisch auf Dauer getrennt bleibt." (tso/ddp)

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