Koalitionsgespräche : Union und SPD einig: Rente mit 67

Jüngere Bundesbürger werden sich auf eine längere Lebensarbeitszeit einrichten müssen. Union und SPD einigten sich grundsätzlich auf die Anhebung des Eintrittsalters für die volle Altersrente.

Berlin - Zur Diskussion steht ein Stufenplan, der im Jahr 2011 begänne. Danach würde Jahr für Jahr das gesetzliche Rentenalter um einen Monat angehoben. Bis 2035 soll das Eintrittsalter von derzeit 65 auf 67 Jahre angehoben werden.

Die Rente mit 67 ist der erste Fixpunkt eines umfangreichen Pakets beider Seiten zur Sanierung der Rentenversicherung. Man sei sich einig, dass Arbeitnehmer künftig aus demographischen und finanziellen Gründen länger arbeiten müssen, berichtete die «Financial Times Deutschland» aus der zuständigen Arbeitsgruppe für Arbeit und Soziales, die von SPD-Chef Franz Müntefering und dem CDU-Politiker Ronald Pofalla geleitet wird.

Ziel sei es, den Rentenbeitrag bis 2020 nicht über 20 Prozent steigen zu lassen. Derzeit beträgt er 19,5 Prozent. Wegen der andauernden Einnahmeschwäche bei den Rentenkassen droht aber für 2007 eine Anhebung auf 19,7 Prozent. Die anvisierte Anhebung des Rentenalters würde erst in etlichen Jahren zu einer Entlastung der Rentenversicherung führen. Den aktuellen finanziellen Engpass könnte sie nicht beseitigen. (tso/dpa)

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