Koalitionspläne : Ringstorff will mit Linkspartei und CDU sprechen

Harald Ringstorff hat nach dem knappen Ausgang der Wahl Gespräche sowohl mit CDU als auch mit dem bisherigen Partner von der Linkspartei angekündigt.

Schwerin - Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Harald Ringstorff (SPD) will nach der Landtagswahl sowohl mit der Linkspartei.PDS als auch mit der CDU über die Koalitionsbildung sprechen. Offensichtlich habe die SPD das Ziel erreicht, stärkste Partei zu sein, sagte Ringstorff. Auch gebe es "eine knappe Mehrheit für Rot-Rot". Gleichwohl werde die SPD auch mit der CDU Gespräche führen und sehen, "mit wem wir am meisten sozialdemokratische Programmatik umsetzen können".

Ringstorff sagte, es gebe "manchmal auch Koalitionen mit knappen Mehrheiten". Er räumte ein, dass es in der zurückliegenden Legislaturperiode "mit der PDS nicht mehr so einfach war". So habe man bei dem "wichtigen Reformvorhaben" der Verwaltungsmodernisierung "lange miteinander ringen" müssen. Gerade an diesem Punkt sei aber auch die CDU "auf Gegenkurs" gegangen.

Ringstorff bedauerte zugleich den Wahlerfolg der rechtsextremen NPD, die für keines der Probleme in Mecklenburg-Vorpommern eine Lösung habe. Offenbar hätten Wähler auch aus Protest die NPD gewählt, weil ihnen "vieles nicht schnell genug geht". Nun werde man sich "demokratisch mit der NPD auseinandersetzen müssen, um sie nach Möglichkeit das nächste Mal wieder aus dem Landtag herauszubringen". (tso/ddp)

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