Politik : Koalitionspolitiker fordern mehr Geld für SED-Opfer

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Berlin - Vor dem Jahrestag des Volksaufstandes in der DDR vom 17. Juni 1953 haben sich Politiker von Union und SPD dafür ausgesprochen, Opfer des SED-Unrechts finanziell besser zu stellen.

Unions-Fraktionschef Volker Kauder forderte die Einführung staatlicher Renten für Stasi-Opfer. Die Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft Aufbau Ost in der SPD- Fraktion, Andrea Wicklein, sagte, auch Opfer, die nur kurz in Haft waren, oft aber schwere Gesundheitsschäden erlitten hätten, dürften nicht vergessen werden. Deshalb sollte zügig ein drittes SED-Unrechtsbereinigungsgesetz erarbeitet werden.

Die Bundesregierung und das Land Berlin sowie Opferverbände erinnern am Samstag mit Kranzniederlegungen an den von sowjetischen Panzern niedergewalzten Volksaufstand. Bei der Erhebung vor 53 Jahren demonstrierten in rund 700 Städten der DDR mehr als eine Million Menschen für Demokratie und Freiheit. Nach jüngsten Forschungsergebnissen starben dabei mindestens 55 Menschen. In der DDR galt der Aufstand nach Lesart der SED als ein von westlichen Medien angeheizter reaktionärer Putschversuch. In der Bundesrepublik war der 17. Juni bis zur deutschen Einheit Staatsfeiertag. dpa

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