Politik : Köhler bei Flüchtlingen in Norduganda

Gulu - Bundespräsident Horst Köhler hat zur Hilfe für den von einem mehr als 20-jährigen Bürgerkrieg gezeichneten Norden Ugandas aufgerufen. Mit seinem Besuch wolle er zeigen, „dass Deutschland die Menschen in Norduganda nicht vergessen hat“, sagte Köhler am Dienstag in Gulu, wo er ein Flüchtlingslager besuchte und auch mit ehemaligen Kindersoldaten sprach. „Der jahrzehntelange Konflikt hat unglaublich viel Leid über die Menschen gebracht“, sagte Köhler. Der eingeleitete Friedensprozess müsse weitergehen und unumkehrbar werden. Er ermutige die Regierung von Uganda, so schnell wie möglich eine Friedensvereinbarung abzuschließen, um so auch vorhandene Zweifel in der Bevölkerung zu beseitigen.

Die im Nachbarland Kongo untergetauchte LRA („Widerstandsarmee des Herrn“) unter ihrem religiös-fanatischen Führer Joseph Koney hat bis zu einem Waffenstillstand 2006 den Norden des Landes terrorisiert, gemordet und Kinder entführt. Mindestens 25 000 Kindersoldaten hat die LRA missbraucht. Mehr als zwei Millionen Menschen hat der Bürgerkrieg entwurzelt. dpa

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