Politik : Köhler: Kirchen nicht aus Schule verdrängen

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Augsburg Zum 450. Jahrestag des Augsburger Religionsfriedens hat Bundespräsident Horst Köhler vor einer Verdrängung der Kirchen aus der Mitte der Gesellschaft gewarnt. Die Kirchen dürften nicht aus Bereichen herausgedrängt werden, in denen sie über Jahrhunderte ihren Beitrag geleistet haben. „Ich denke hier besonders an die Schule und an den von den Kirchen erteilten Religionsunterricht, auf den wir nicht verzichten sollten“, sagte Köhler bei einem Festakt am Sonntag in Augsburg.

Die Menschen würden wieder stärker nach geistlicher Orientierung suchen. Dies habe vor allem der Weltjugendtag in Köln gezeigt. Köhler sprach sich für einen „Dialog der Kulturen für Frieden und Stabilität“ aus. Nur so könne man die neuen Herausforderungen durch Fundamentalismus und Terrorismus bewältigen. Denn die Gläubigen der großen Weltreligionen verbinde vieles.

Köhler bezeichnete den Augsburger Frieden als Beginn eines Prozesses der Emanzipation: „Staat und Kirchen begannen zu lernen, sich nicht gegenseitig durchdringen und instrumentalisieren zu wollen.“ dpa

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