Politik : Köln, Oppenau, Halle - eine Chronik von Anschlägen auf deutsche Politiker

25.4.1990 - Der saarländische SPD-Ministerpräsident Oskar Lafontaine wird auf einer Kölner Wahlkampfveranstaltung von einer Frau mit einem Messerstich lebensgefährlich am Hals verletzt.

12.10.1990 - CDU-Innenminister Wolfgang Schäuble wird während einer Wahlkampfveranstaltung im badischen Oppenau von einem geistig verwirrten Mann durch zwei Schüsse in Kopf und Wirbelsäule lebensgefährlich verletzt.

11.05.1991 - Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) wird vor dem Stadthaus in Halle von jugendlichen Demonstranten mit Eiern, Tomaten und Farbbeuteln beworfen. Mitarbeiter hindern ihn daran, gegen einen der Protestierer tätlich vorzugehen.

20.12.1995 - Im Amtsgericht Berlin-Tiergarten schlägt der Ex-AL-Abgeordnete Dieter Kunzelmann dem Regierenden Bürgermeister Eberhard Diepgen (CDU) ein rohes Ei auf den Kopf und ruft: "Frohe Ostern, du Weihnachtsmann."

26.12.1997 - Bei einem nächtlichen Anschlag auf das Haus von FDP-Generalsekretär Guido Westerwelle in Bonn werden Räume der Anwaltskanzlei des Politikers verwüstet.

13.05.1999 - Während einer kontroversen Debatte über das Nato-Bombardement Jugoslawiens beim grünen Sonderparteitag in Bielefeld wird Außenminister Joschka Fischer (Grüne) mit einem Farbbeutel beworfen und erleidet einen Trommelfell-Riss.

Mai 1999 - Unbekannte schmieren Parolen gegen den Kosovo-Krieg an das Haus des früheren schleswig-holsteinischen SPD-Ministerpräsidenten Björn Engholm in Lübeck. Neben Worten wie "Mörder" sprühen die Täter auch Hakenkreuze und den Namen der Grünen-Politikerin Angelika Beer an die Wand.

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