Politik : Kölner Müllskandal: Wienand bleibt in Haft

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Köln (dpa). Der frühere SPD-Bundespolitiker Karl Wienand bleibt als Schlüsselfigur des Kölner Müllskandals vorerst in Untersuchungshaft. Das Kölner Landgericht wies am Mittwoch eine Haftbeschwerde des 75-Jährigen ab. Dem Unternehmensberater wird vorgeworfen, in die Schmiergeld-Zahlungen um den Bau der Kölner Müllverbrennungsanlage verwickelt zu sein. Dagegen wurde der frühere Top-Manager Sigfrid Michelfelder nach fast fünf Monaten aus der U- Haft entlassen. Oberstaatsanwältin Regine Appenrodt sagte, das Gericht sehe im Fall Wienand weiter eine Flucht- und Verdunkelungsgefahr. Die Verteidigung habe nun die Möglichkeit, vor dem Oberlandesgericht eine neue Haftbeschwerde einzureichen. Wienand soll beim Bau des 409 Millionen Euro teuren Müll-Ofens 2,25 Millionen Euro Schmiergeld erhalten haben.

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