KÖPFE : Wer kann die Linke führen?

Kipping
KippingFoto: dapd

Dietmar Bartsch



Der 54-Jährige erklärte als Erster im November 2011 seine Kandidatur für den Parteivorsitz. Bartsch war zehn Jahre Bundesgeschäftsführer der PDS und der Linken, bis Lafontaine ihn aus dem Amt drängte. Der gebürtige Stralsunder wirbt für eine Öffnung zur SPD. Ihn unterstützen viele ostdeutsche Funktionäre.

Katja Kipping

Eigentlich wollte die 34-jährige Dresdnerin nicht Parteichefin werden, weil sie vor einem halben Jahr Mutter geworden ist. Nun tritt die Slawistin doch an. Kipping gehört keiner der großen Strömungen an. Sie legt sich gerne mal mit dem Gewerkschaftsflügel an und wirbt für das bedingungslose Grundeinkommen.

Katharina

Schwabedissen

Als Spitzenkandidatin in NRW brachte die 39-Jährige die Linke zwar nicht über die Fünfprozenthürde. Die schlagfertige Pfarrerstochter, die sich für sozial Schwache engagiert, gilt dennoch als Hoffnungsträgerin. Bundesweit ist sie aber wenig bekannt.

Sabine

Zimmermann

Die Zwickauer Bundestagsabgeordnete war lange hauptamtliche Gewerkschafterin. Die 51-jährige Arbeitsmarkpolitikerin gehört zum Lafontaine-Lager. Im Osten kann die eher unbekannte Politikerin nicht mit allzu breiter Unterstützung rechen.

Sahra Wagenknecht

Die 42-jährige Politikerin aus Jena war Wortführerin der Kommunistischen Plattform. Inzwischen ist die Lebensgefährtin von Oskar Lafontaine stellvertretende Partei- und Fraktionschefin. Nach Lafontaines Rückzug wünschen sich viele aus seinem Lager ihre Kandidatur.

Bodo Ramelow

Der Fraktionschef aus Thüringen wird von Westlinken ins Gespräch gebracht, um Bartsch zu verhindern. Dass der 56-Jährige gegen Bartsch kandidiert, gilt aber als unwahrscheinlich. Bei einem Teil der Ostreformer gilt Ramelow außerdem als unberechenbar. ce

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