Politik : Körting lobt WM-Konzept der Polizei

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Berlin/Stuttgart - Das Polizeikonzept für die Fußball-WM funktioniert nach den Worten des Berliner Innensenators Ehrhart Körting (SPD)„hervorragend“. In der Hauptstadt beispielsweise habe es bislang keinerlei Auseinandersetzungen von Hooligans gegeben, sagte er am Montag. Dazu habe beigetragen, dass vorher mit etwa 400 der 1000 Hooligans in Berlin klärende Gespräche geführt wurden. In 40 Fällen seien Beschränkungen ausgesprochen worden. Die Betroffenen dürften beispielsweise nicht die Fanmeile besuchen.

Allerdings sind auf der Berliner Fanmeile weiterhin Hooligans als Ordner eingesetzt. Nach Recherchen des Tagesspiegels war am Sonntag bei dem WM-Fest mindestens einer der sechs Security-Männer im Einsatz, die am 9. Juni eine Schlägerei mit Berliner Fans anzetteln wollten. Die Polizei hatte die Ordner gestoppt, aber nicht ihre Personalien aufgenommen. Bis heute konnten die sechs Männer nicht identifiziert werden. Polizeiintern heißt es, auf der Fanmeile bestehe dass von den Hooligans in der Security ausgehende Sicherheitsrisiko fort.

Die bei den Ausschreitungen vor dem WM-Achtelfinale England gegen Ekuador in Stuttgart in Gewahrsam genommenen 117 Briten wurden am Montag entlassen. Am Wochenende waren 550 gewaltbereite betrunkene Hooligans abgeführt worden. Sie hatten Passanten angepöbelt und Gegenstände in die Luft geschleudert. Neun Menschen wurden verletzt. Nach dem 1:0-Sieg der Engländer über Ekuador blieb es nach Angaben des Leiters der WM-Kommission Sicherheit, Michael Kühner, abgesehen von einzelnen Scharmützeln ruhig. Es seien 15 Menschen – zwölf Engländer und drei Deutsche – vorläufig festgenommen genommen worden. Acht Fans sollten dem Haftrichter vorgeführt werden. Auch nach dem Skandalspiel Portugal gegen Niederlande (1:0) in Nürnberg blieb es nach Angaben der Polizei ruhig. dpa/fan

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