Politik : Kohl kassierte von Kirch 400 000 Euro Auch bei Schweizer Bank als Berater

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Berlin (dpa). Altkanzler Helmut Kohl (CDU) hat für seine Beratertätigkeit beim MedienUnternehmer Leo Kirch umgerechnet 400 000 Euro kassiert, das Doppelte seines ehemaligen Kanzlergehalts. Dies meldete das Magazin „Focus“. Zusätzlich habe Kohl nach seiner Amtszeit pro Jahr 100 000 Schweizer Franken von der Schweizer Großbank Crédit Suisse als Berater kassiert. In diese Zeit falle auch die Zahlung eines 121-Millionen-Dollar-Kredits der Bank an Kirch, hieß es weiter. Kohl habe aber dementiert, sich für die Vergabe der Millionen an seinen Freund und Geschäftspartner Kirch verwendet zu haben. Neben Kohl und mehreren Ex-Ministern hat auch Ex-Postminister Christian Schwarz- Schilling (CDU) nach seiner Amtszeit zeitweise für Kirch gearbeitet. Wie Schwarz-Schilling dem „ Spiegel“ bestätigte, war seine im hessischen Büdingen ansässige Firma „Mitte der 90er für zwei oder drei Jahre“ für die Kirch-Gruppe tätig. Schwarz- Schilling war von 1982 bis 1992 Postminister. Kohl war von 1999 bis Anfang 2002 bezahlter Berater des inzwischen insolventen Medienunternehmens. Beraterverträge hatten auch Ex-Finanzminister Theo Waigel sowie Ex-Postminister Wolfgang Bötsch (beide CSU).

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