Kollaps der Tourismusbranche : Putin schickt Staatsbedienstete zum Urlaub auf die Krim

Drei Viertel der Krim-Touristen kamen bislang aus der Ukraine. Seit dem Anschluss der Halbinsel an Russland bleiben viele Hotelzimmer leer. Deswegen rührt Kremlchef Wladimir Putin nun ordentlich die Werbetrommel.

Putin in einem bunten Blumenhemd, ein Cocktail und der Schriftzug "Krim" - so soll der Tourismus auf der Halbinsel wieder angekurbelt werden.
Putin in einem bunten Blumenhemd, ein Cocktail und der Schriftzug "Krim" - so soll der Tourismus auf der Halbinsel wieder...Foto: Reuters

Russische Staatsbedienstete sollen ihren Sommerurlaub auf der annektierten Halbinsel Krim verbringen. Das „empfiehlt“ Kremlchef Wladimir Putin, wie das Nachrichtenmagazin „Focus“ berichtet. Der Direktor der Tourismusbehörde Rosturism, Oleg Safonow, habe ein Telegramm mit einer entsprechenden Anweisung an Staatsbetriebe und Konzerne in Russland weitergeleitet. Ziel sei es, den Kollaps der Tourismusbranche auf der Krim zu verhindern.

Putin fordert demnach, für die Mitarbeiter Aufenthalte in Hotels und Erholungsheimen auf der Halbinsel im Schwarzen Meer zu buchen. Die Kosten der Aktion sollen die Unternehmen oder Gewerkschaften tragen.

Bisher seien etwa drei Viertel der rund acht Millionen Krim-Besucher aus der Ukraine gekommen. Seit dem Anschluss der Krim an Russland im März blieben die ukrainischen Touristen aber aus. Für die Krim-Verschickung hat die Region Moskau laut „Focus“ bereits vier Millionen Euro bereitgestellt, die kleine Teilrepublik Tschetschenien mehr als drei Millionen. Die staatlich kontrollierten Konzerne Gazprom und Rosneft seien mit je einer halben Million Euro dabei. (dpa)

11 Kommentare

Neuester Kommentar