Kolumbien : Abgeordnete plädieren für dritte Amtszeit Uribes

Kolumbiens Präsident Alvaro Uribe ist einer dritten Amtszeit einen weiteren Schritt näher gekommen. Das Parlament sprach sich für die nötige Verfassungsänderung aus.

BogotáDie Abgeordneten des Landes stimmten gestern einem Entwurf für eine Verfassungsänderung zu, die es Uribe, dem engen Verbündeten der USA, ermöglichen würde, sich im Mai 2010 zum zweiten Mal zur Wiederwahl zu stellen. Bevor letztendlich die Wähler in einem Referendum über die Änderung der Verfassung entscheiden können, muss das kolumbianische Verfassungsgericht darüber befinden. Dies kann bis zu drei Monate dauern.

Uribe hat seine Kandidatur bisher nicht öffentlich bekannt gegeben, seine Minister setzen sich allerdings massiv für eine solche Regelung ein. Bereits für die erste Wiederwahl 2006 war die Verfassung für die erneute Kandidatur des derzeit an Schweinegrippe erkrankten Präsidenten geändert worden.

Mit einer dritten Amtszeit würde es Uribe den Staatschefs von Kolumbiens Nachbarländern Venezuela und Ecuador, Hugo Chavez und Rafael Correa, gleichtun. Auch für sie waren die Verfassungen geändert worden. Uribe ist in der Bevölkerung sehr beliebt, weil viele Menschen seiner Politik die verbesserte Sicherheitslage in Kolumbien zuschreiben. Der drittgrößte Kaffee-Exporteur der Welt und Hauptölproduzent in Südamerika bekämpft marxistische Farc-Rebellen und kolumbianische Drogenkartelle.
 

Quelle: ZEIT ONLINE, Reuters

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