• Kolumbiens Regierung lässt Rebellenchef frei Hoffnung für sieben Geiseln steigt Rebellen: Ausländer sind wohlauf

Politik : Kolumbiens Regierung lässt Rebellenchef frei Hoffnung für sieben Geiseln steigt Rebellen: Ausländer sind wohlauf

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(dpa). Einer der beiden seit Jahren inhaftierten Anführer der kolumbianischen ELNRebellen, Felipe Torres, ist aus dem Gefängnis entlassen werden. Die zweitgrößte Rebellengruppe des Landes hat seit rund vier Wochen sieben Ausländer, darunter eine Deutsche, in ihrer Gewalt. Die Haftentlassung könnte die Freilassung der Geiseln erleichtern.

Torres habe drei Fünftel seiner 20-jährigen Haftstrafe abgesessen, und wegen guter Führung stehe ihm deshalb nach den kolumbianischen Gesetzen die Freilassung zu, begründete ein Justizsprecher die Entscheidung. Es handele sich nicht um einen Gnadenakt oder eine politische Geste. Torres sagte vor Journalisten, er werde sich für Frieden und soziale Gerechtigkeit einsetzen. „Aber nicht auf der Seite der Regierung“, fügte er hinzu.

Die Freilassung kam zu einem Augenblick, in dem Torres und der zweite Sprecher des „Nationalen Befreiungsheeres“ (ELN), Francisco Galan, ein Angebot von Präsident Alvaro Uribe abgelehnt hatten, ihre Freiheit als „Botschafter des Friedens“ wiederzuerlangen. Dafür sollten sie dem bewaffneten Kampf abschwören. Die Annahme dieses Angebots käme einem Verrat an ihren politischen Überzeugungen gleich, begründeten die beiden die Ablehnung. Galan hat noch keinen Anspruch auf Haftentlassung, weil er fast zeitgleich mit Torres zu 29 Jahren Haft verurteilt worden war.

Die Deutsche, vier Israelis, der Brite und der Spanier waren am 12. September von den ELN-Rebellen verschleppt worden. Ein ELN-Sprecher versicherte am Mittwoch, die Ausländer seien wohlauf. Die Rebellengruppe macht die Freilassung der Ausländer von einem Ende der Unterdrückung der Zivilbevölkerung durch das Militär und rechte Paramilitärs abhängig. Zugleich äußerte sie jedoch die Bereitschaft, die Touristen gegen einsitzende Rebellen auszutauschen.

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