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"Kommando Norbert Blüm" in Idomeni : Norbert Blüm distanziert sich von Flugblatt

Der Flüchtlingsexodus aus Idomeni vom Montag ist nach Ansicht Griechenlands mit Flugblättern organisiert worden. Wer hinter der Aktion steckt, ist zunächst unklar.

Füchtlinge brachen am Montag aus dem griechischen Lager Idomeni auf und suchten einen Weg nach Mazedonien. Dabei mussten sie auch einen Fluss überqueren.
Füchtlinge brachen am Montag aus dem griechischen Lager Idomeni auf und suchten einen Weg nach Mazedonien. Dabei mussten sie auch...Foto: dpa

CDU-Politiker Norbert Blüm (80) distanziert sich von dem angeblich mit „Kommando Norbert Blüm“ gezeichneten Flugblatt im Flüchtlingslager Idomeni, aufgrund dessen hunderte Menschen offenbar die Grenze überquert haben. „Ich habe Verständnis für die Verzweiflungstat, die ich jedoch nicht initiiert habe“, sagte Norbert Blüm der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) am Dienstag.

Der ehemalige Bundesminister übernachtete am Wochenende in einem Zelt im griechischen Flüchtlingscamp Idomeni. Der Flüchtlings-Exodus aus Griechenland nach Mazedonien ist nach Ansicht Athens organisiert worden. „Wir haben in unseren Händen Flugblätter, die zeigen, das das (Exodus) eine organisierte Aktion war“, erklärte am späten Montagabend der Sprecher des Krisenstabes für die Flüchtlingskrise, Giorgos Kyritsis, in Athen. Zuvor hatte er an einer Dringlichkeitssitzung unter Vorsitz des griechischen Regierungschefs Alexis Tsipras teilgenommen. Wer hinter der Aktion gesteckt habe, war zunächst unklar. Ein Flugblatt soll mit den Worten "Kommando Norbert Blüm" unterzeichnet worden sein.

Zudem gebe es auch andere Flyer, die die Migranten falsch informieren und sie auffordern, nicht in andere Lager ins Landesinnere zu gehen. Sie sollten nicht in Busse steigen, weil die Regierung in Athen plane, sie zurück in die Türkei zu bringen, hieße es darin, sagte Kyritsis weiter. „Wir fordern die Migranten und Flüchtlinge auf, den griechischen Behörden zu vertrauen und es zu akzeptieren, in andere Lager gebracht zu werden. Die Lage im Flüchtlingslager Idomeni sei „absolut aussichtslos“, erklärte der Sprecher des Krisenstabes weiter.

Griechische Medien veröffentlichten Kopien der Flugblätter, die Unbekannte an die Migranten verteilt hatten. Darin ist der Weg eingezeichnet, wie die Migranten den mazedonischen Zaun meiden können und über Umwege nach Mazedonien einreisen können. Bis zu 2000 Flüchtlinge schafften Medienberichten zufolge am Montag trotz der gesperrten Grenze die illegale Einreise von Griechenland nach Mazedonien. (KNA/dpa)

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