Kommunale Kliniken : Wieder Ärzte im Ausstand

In Deutschland gibt es seit Montag wieder Ärztestreiks. Betroffen sind nach der Einigung für die Universitätskliniken diesmal die kommunalen Krankenhäuser. Schwerpunkt der Protestaktionen in zunächst vier Bundesländern ist Bayern.

Berlin/München - Hier traten am Montagvormittag Mediziner an neun kommunalen Krankenhäusern in den Ausstand, wie der Marburger Bund mitteilte. In einer Urabstimmung der Ärztegewerkschaft hatten 97,1 Prozent der beteiligten Mediziner für einen Arbeitskampf gestimmt. Die Ärzte verlangen für die kommunalen Kliniken einen speziellen Tarifvertrag mit deutlichen Lohnsteigerungen und verbesserten Arbeitsbedingungen.

Betroffen von den Streiks sind neben Bayern noch Baden-Württemberg, Hessen und Schleswig-Holstein. So starteten am Morgen Arbeitsniederlegungen im Klinikum Frankfurt-Höchst. Eine Notversorgung sei gewährleistet, versicherte der Marburger Bund.

Die kommunalen Arbeitgeber betonten im Vorfeld, mit der Forderung nach 30 Prozent höheren Ärztegehältern lasse der Marburger Bund «jeden Realitätssinn» vermissen. Die Verschärfung der Auseinandersetzung gehe letztlich zu Lasten der Patienten. Die Ärztegewerkschaft zeigte sich trotz der Streikentscheidung verhandlungsbereit. Dazu müssten die Arbeitgeber aber einen ernsthaften Vorschlag für einen Ärzte-Tarifvertrag vorlegen. (tso/ddp)

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