Kommunalwahl in Niedersachsen : SPD erobert Oberbürgermeisteramt in Wolfsburg

Bei den Kommunalwahlen in Niedersachsen hat die SPD nach Jahrzehnten wieder das Oberbürgermeisteramt in Wolfsburg gewonnen. Auch CDU-Ministerpräsident McAllister zeigte sich zufrieden.

Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister hat sich zufrieden mit dem Abschneiden der CDU bei den Kommunalwahlen geäußert. „Ganz überwiegend gibt es sehr viel Licht für die CDU in Niedersachsen“, erklärte McAllister am Sonntagabend nach Bekanntgabe erster Wahlergebnisse. In Wilhelmshaven übernimmt die CDU nach 25 Jahren wieder das Steuer. In Goslar, der Heimatstadt von SPD-Chef Sigmar Gabriel, siegte ein CSU-Mann aus Bayern, der für die CDU angetreten war.

Die SPD eroberte nach Jahrzehnten wieder das Oberbürgermeisteramt in Wolfsburg. Vorangegangen war ein Skandal um mögliche Wahlkampfhilfe der Stadtwerke für die CDU in früheren Jahren.

SPD-Landeschef Olaf Lies zog ebenfalls eine positive Zwischenbilanz: „Der Trend insgesamt mit den vielen Erfolgen zeigt, dass wir uns gut aufgestellt haben.“ Die 6,5 Millionen wahlberechtigten Niedersachsen konnten über die Zusammensetzung von 2200 kommunalen Vertretungen entscheiden und rund 30 100 Sitze vergeben. Vor fünf Jahren hatte die CDU landesweit die Nase vorn. Sie siegte damals mit 41,3 Prozent. Die SPD kam auf 36,6 Prozent, die Grünen auf 7,8, die FDP auf 6,7 und die Linke auf 0,8 Prozent.
Bei der Stimmenauszählung lagen am Abend zuerst die Ergebnisse für die Direktwahlen in den Rathäusern und Landratsämtern vor. Erstmals reichte hier für einen Sieg die einfache Mehrheit, die Stichwahl wurde abgeschafft. Ein Endergebnis aller Wahlen wurde erst am frühen Montagmorgen erwartet.
In Wolfsburg stellt die SPD mit Klaus Mohrs den künftigen Oberbürgermeister. Mohrs gewann klar mit 63,1 Prozent gegen seine Herausforderin von der CDU, die frühere Justizministerin Elisabeth Heister-Neumann. In Wilhelmshaven siegte CDU-Kandidat Andreas Wagner.

Einen Wechsel gibt es auch in Goslar: Hier übernimmt Oliver Junk das Ruder. Der Bayreuther CSU-Kreisvorsitzende erhielt 45,1 Prozent vor Christian Eberl (FDP), der auf 24,1 Prozent kam. Junk löst Henning Binnewies (SPD) ab, der im Frühjahr abgewählt worden war.

Bei der OB-Wahl in Emden errang die SPD wieder einen Sieg. Bernd Bornemann übernimmt das Amt von seinem Parteikollegen Alwin Brinkmann. Mit hauchdünnem Vorsprung siegte in Cuxhaven Ulrich Getsch. Der OB-Kandidat der grün-schwarz-gelben Koalition setzte sich gegen SPD-Frau Susanne Puvogel durch. (dpa)

» Mehr Politik? Jetzt Tagesspiegel lesen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben